Cable-Joe und das Kartoffelrätsel
Eines schönen Samstag Nachmittags war Cable-Joe im Grünen unterwegs. Er sammelte für das Sonntagsessen Feigenblätter, trockene, gegorene Rosenblüten und Berglavendel.
In einer Ecke des Gartens, versteckt im Schatten, entdeckte er etwas seltsames: Ein ganz neuartiges Gewächs wuchs hier auf einer großen, schon verhutzelten Kartoffel. Es machte sich breit in fast geometrischen Formen, und sah sehr rätselhaft und fremdartig aus mit seinen Wucherungen, hervorstehenden haarigen Zapfen und der grau-grünen Farbe. War das giftig? Er näherte sich vorsichtig. Seine Neugier war groß.

Er spürte ein leichtes Angst-Kribbeln im Bauch. Der Kartoffel-Schmarotzer stank enorm, eigentlich sollte er hier weg, dachte er. Er konnte förmlich hören, wie dieses Wesen sich ausbreitete, ihm entgegen, von ihm offensichtlich Besitz ergreifen wollte und ihn immer weiter in sich hineinzog.

Es gelang ihm aber nicht. Joe konnte sich freimachen. Dank der Sonnenbrille und des Helmes, die gefährliche Schwingungen und Strahlen weitgehend von ihm abhielten, kam er gerade nochmal davon. Er schnitt ein kleines Stück des Grünzeugs ab, packte es ein, um dieses rätselhafte Kartoffeldings zuhause in Ruhe zu untersuchen und machte sich wieder auf den Rückweg - froh, diesem Ungetüm entkommen zu sein.

Von unterwegs nahm er noch ein paar Blätter Braunklee, der so satt im Abendlicht leuchtete, für den Salat am Sonntag mit. Mit sowas konnte er Mähchen immer wieder glücklich machen. Sie würde stolz auf ihn sein, vor allem darauf, dass er wieder mal ein so heftiges Abenteuer unbeschadet überstanden hatte.

Aber Kartoffelsalat würde er die nächste Zeit erstmal meiden.