Frau W. und Herr M. / Erdbeerdrama 4
Aber letztendlich klappte es. Frau Weichbrodt war gerettet. Er wühlte sich ebenfalls wieder aus dem Kompott heraus, suchte Herrn Mindernickel, fand noch die Stelle, an der er versunken war, erkannte, dass alle Hilfe aussichtslos war und trat betroffen den Rückweg an.

Lully, der unten wacker gewartet hatte (wo war eigentlich Mähchen?), bemerkte, dass die Erdebeere verletzt war. Eine Wunde hatte sich geöffnet, aus der klebriger Erdebeersaft heraus troff.

Herr Bongartz stand verklebt und benommen da. Das Monster hatte gottseidank seinen Geist aufgegeben.

Herr Mindernickel hatte genau das Nervenzentrum getroffen. Die weichste und empfindlichste Stelle, die ihn dann verschluckt hatte, war getroffen und das Erdebeermonster hatte daraufhin seinen Geist aufgegeben.
Und es gab ihn wieder her. Aus der Öffnung, die Lully bemerkt hatte, rutschten langsam die verklebten Überreste des verblichenen Herrn Mindernickel heraus.

Frau Weichbrodt stand fassungslos dabei.

Herr Bongartz, der ihr das Leben gerettet hatte, war der einzige, von dem sie sich trösten ließ.
Lully hielt sich weise zurück, aber Hans bot ihr pragmatisch und unverkrampft alle Unterstützung an, die sie jetzt brauchen würde.

Frau Weichbrodt brach in Tränen aus. Und alle versprachen ihr, jetzt besonders eng zu ihr zu sammenzuhalten.
Herr Mindernickel hatte sie von dem Terror des Erdebeerdämons befreit. Dafür würden sie ihm ein Denkmal setzen. Das war eine unvergessliche Heldentat.
