Gehscha 12 / krank 1
Undinchen war krank. Ihr war sterbenselend zumute. Sie brachte keine Ton mehr heraus und ihre Nase tropfte unentwegt.

Nachdem ihr die Tabletten gegen Erkältungen nichts geholfen hatten, probierte sie die altbewährten, die ihr ab einer bestimmten Mange auch einfach den Kopf betäubten. Das war ihr sehr recht.

Die Papiertaschentücher waren ihr natürlich zu groß. Und zu fest. Sie nahm meist eines davon und trennte die Lagen voneinander. Dann konnte sie sich zwar immer noch darin einwickeln, so groß waren die Teile, aber nicht mehr so störrisch und so grob zu ihrer kleinen Nase.

Hustentropfen konnte sie gar nicht leiden. Vor allem auch deshalb nicht, weil sie in einem einzigen Tropfen schon hätte ertrinken können.

Dasselbe galt für dieses „japanische“ „Heilmittel“, das ihr sofort alles weggeätzt hätte. Der Geruch tat ihr zwar gut, aber jegliche Berührung damit war absolut lethal.

Was ihr half, war das Nasenspray. Das ließ sie sich auf eine Lage Papiertaschentuch sprühen und atmete es dann nach und nach ein. So gut es eben ging.

Fortsetzung folgt. Mit hoffentlich guter Besserung.