Heinerblog

12.12.2007

Stampf und Schmundt 1 / Vespa 2

Abgelegt unter: Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:35

Das zwölfte Tor.

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Hilmar Stampf fuhr fort: „Lange Zeit war die Vespa auch ein Nutzfahrzeug auf zwei Rädern. Erst im Laufe der Jahre mischte sich immer mehr Lebensfreude in das Fahrgefühl.“

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Frei übersetzt: Die Vespa ruckelt nicht.
 
 

„Die Ur-Vespa „98“ sollte einfach, sparsam und leicht fahrbar sein – und mit den vorhandenen Produktionsanlagen zu bauen sein. Weil Corradino nie zuvor Motorräder konstruiert hatte, ging er völlig unvoreingenommen an diese Aufgabe heran. Der Antrieb und die Kraftübertragung sollten so einfach wie möglich sein, und so entschied er sich für den Direktantrieb, zumal der Kettenantrieb in der damaligen Notzeit aus Materialmangel fast unmöglich war.“

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„Den Text kenne ich auch. Der ist aus Wikipedia.“, Olaf Schmundt hatte dieselben, schnellen Quellen benutzt: „Auch sollte die Vespa keine Motorenteile haben, an denen man sich schmutzig machen konnte. Daher war der Motor komplett verdeckt untergebracht. Der Reifenwechsel sollte so einfach wie bei einem Auto sein.“

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„Die Konsumenten, die zumeist noch unter den Entbehrungen des Krieges zu leiden hatten, benötigten ein kostengünstiges, aber ansprechendes Transportmittel, dem auch das Befahren schadhafter Straßen nichts anhaben konnte. Aus diesen Beschränkungen heraus entstand - wie so oft in der Technikgeschichte - ein genial einfaches Konzept, die Vespa. Ihr Name wurde am 23. April 1946 zum Patent angemeldet.“

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„In den fünfziger Jahren wurde die Vespa auch nördlich der Alpen bekannt und zu einem Lieblingsfahrzeug insbesondere der jungen Generation. In die Schweiz wurden die ersten Vespas bereits 1947 exportiert, nach Deutschland kamen sie etwa 1950. Jakob Oswald Hoffmann schloss 1949 mit Piaggio einen Lizenzvertrag ab und baute ab dem Frühjahr 1950 Vespas für den deutschen Markt. Zwischen 1950 und 1953 baute er das Modell HA und lediglich im Jahr 1953 das Modell HB.“

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„Hier ist noch eine Quelle, die Du Dir am Wochenende reinziehen kannst“, sagte Olaf:

Branislav Dimitrijeviç: “Sozialistischer Konsumismus, Verwestlichung und kulturelle Reproduktion. Der „postkommunistische“ Übergang im Jugoslawien Titos” in: “Zurück aus der Zukunft. Osteuropäische Kulturen im Zeitalter des Postkommunismus.” Hg. von Boris Groys et al., Frankfurt/Main (Suhrkamp), 2006, S. 195 - 277, S. 217. (Im Abschnitt „Liebe, Mode, Wettbewerb“ interessante Ausführungen zu den historischen Bedingungen der Entstehung des Konzepts der Vespa und zur Rolle italienischer Motorroller in der (Film-)Kultur.)

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