Timm - Der Freund und der Fremde
Ein kurzer Lesebericht:
Uwe Timm “Der Freund und der Fremde” Eine Erzählung. Köln (Kiepenheuer und Witsch) 2005, mittlerweile als Taschenbuch für ein paar Euro bei dtv, 172 Seiten.

Ein sehr schöner Text über die Jahre vor und um 1967/8, also auch über die wichtigsten Ereignisse nach dem Krieg im letzten Jahrhundert, die sich ja jetzt zum 40sten Mal jähren.
Konkret: Ein autobiographier Bericht. Benno Ohnesorg, der am 2. Juni 1967 auf der Anti-Schah-Demonstration in Berlin erschossen wurde, war der “Freund und Gefährte” Uwe Timms seit Abiturzeiten. Das Buch beschreibt diese Bekanntschaft / Freundschaft, gemeinsame Erlebnisse, ihre jeweiligen Liebesbeziehungen, ihre schriftstellerische Erfahrungen, Kennenlernen von Texten Camus, etc. und wie diese ihr Leben beeinflussen…

Ich zitiere nochmal den Klappentext: “”Der Freund und der Fremde” zeigt auch, wie eine Generation aus dem Existenzialismus zur politischen Rebellion kommt und wie auf geheimnisvolle Weise jenseits der Generationserfahrung Freundschaften und Liebesbeziehungen ein Netz der Korrespondenz schaffen, das man erst spät als sein eigenes Lebensmuster erkennt.”

Kann man lesen. Ist ein gutes Buch.