Maloja 9 - Freitag
Wollte doch mal sehen, wie es Richtung Italien aussieht, und also ging es abwärts über den Pass ins Bergell..

Und siehe da: Auch um Casacchia herum lag noch jede Menge Schnee.

Und die Sonne schien auch noch.
Ich wollte mal gucken, ob das Museum der Konditoren und Zuckerbäcker in Stampa (ich glaube das war das richtige Dorf, oder war es Vicosoprano? Na egal, irgendwo dazwischen wahrscheinlich, man kann es ja nicht verfehlen…) diesmal offen hat.

Es steht schon imposant da.

Und war vor einigen Jahrhunderten wahrscheinlich der Palast eines reichen Mauteintreibers, der hier die Straße kontrollierte und Wegezoll veranschlagte. (Den muss man jetzt ja an der Grenze entrichten.)
Die Engadiner sind früher (und heute noch) ausgewandert und haben sich in Venedig und Oberitalien z.B. im Bäckereihandwerk unterrichten lassen. Die Konditorenkünste haben sie dann wieder mitgebracht und weitervererbt.

Davon zeugt dieses Museum für Engadiner Konditoreigeschichte, das zur Zeit natürlich geschlossen hat. Hat nur von März bis September geöffnet. Es ist scheinbar nie die richtige Zeit, wenn ich hier unten bin.

Übrigens ist es ja auch daher zu erklären, dass zwar die einheimische Spezialität des Engadin eine Nusstorte ist, es aber im Engadin keine Nussbäume gibt. Die Nüsse (und das Rezept) kommen aus Italien, wo die Engadiner es auf ihren Lehr- und Wanderschaften gelernt haben.

Das Dorf, wo der Palast steht, war offensichtlich mal sehr reich.
Und hat jetzt den Charme von heruntergekommenem Luxus. Zum Renovieren ist wohl zuwenig Geld im Stadtsäckel. Und Maut einnehmen geht ja nicht mehr.

Außerhalb des Dorfes steht die kleine Kirche, die ich dieses Mal allerdings missachte, nur der Pfosten wegen muss ich dieses Bild machen:

Demnächst kommt Teil 2 dieses Ausflugs: Soglio.