Charles Wüst denkt nach 2
Charles sinnierte immer noch auf dem Weg zu seinem nächsten Kunden.

“Aber von diesem interessierten Menschenschlag gibt es immer weniger. Naja, vielleicht ändert sich das auch mal wieder. Wenn die Kunden lernen, dass “ex und hopp” keine langfristige Strategie sein kann.
Aber jetzt geht es erstmal zu Rubes, dem Badewannenhersteller. Das ist einer, der schätzt noch Qualität. Hat ja jetzt seit ein paar Jahren auch einen Sohn, den er abgöttisch liebt. Er nennt ihn “Sisi”. Sisi! Mit 1 “s”, nicht wie die Kaiserin.

Völlig verzogener Bengel. Hat mir das letzte mal ständig gegen das Schienbein getreten. Die Frau Rubes wollte ihn davon abbringen, bloß ihr Mann stoppte sie. Der Sohn solle ruhig seine Erfahrungen machen, meinte er. Und das Treten von Lieferanten sei etwas, das man nicht früh genug lernen könne.
Kann man sich so etwas Niederträchtiges, so einen Schwachsinn vorstellen? Das sagt doch alles über unsere Position aus.
Hallo? Ist da jemand?

Seltsam, da waren doch Stimmen?

Ich war mir ganz sicher, mich hätte jemand gerufen. Hier bin ich auch noch nie entlang gelaufen. Hab ich womöglich die falsche Abzweigung genommen? Nein, das kann eigentlich nicht sein.
Na, auf alle Fälle: Man macht so seine Erfahrungen in diesem Beruf. Die Welt ist nicht immer freundlich zu einem. Nein, das ganz gewiss nicht.”