Heinerblog

20.6.2008

Adair - ffolkes Manor

Abgelegt unter: Bücher, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:14

Ich habe mit viel Freude gelesen:

Gilbert Adair - “Mord auf ffolkes Manor”. Eine Art Kriminalroman. München (Heyne) 2006, 300 Seiten, € 7,95.

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Das ist nach ganz klassischem englischen Krimimuster gestrickt, nach Manier des alten Edgar Wallace und Agatha Christie, man kann ihn auch als ehrfürchtige Parodie darauf betrachten.

Der ungebetene Gast einer Versammlung von “Freunden” auf dem Anwesen “ffolkes Manor” wird morgens erschossen aufgefunden. In einem von innen verschlossenen Zimmer. Und jeder der Anwesenden hätte theoretisch ein Motiv, den “Kotzbrocken” aus der Welt geschafft zu haben.

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Lustig und nervtötend zugleich sind die Streitereien zwischen dem pensionierten Inspektor Trubshaw, der im zugeschneiten Dorf inoffiziell die “Ermittlungen” leitet, und der Krimiautorin Evadne Mount, die immer sowieso alles besser weiß.

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Erfrischend ist, wie die schmutzige Wäsche eines Gastes nach der eines anderen gewaschen wird. Da bleibt nichts aus. Verstörend sind hin und wieder archaisch-rassistische Begriffe wie “Bimbo” oder Vorstellungen wie “schlechtes Blut geerbt”, antisemitische und diskriminierende Sachen, die (der Plot spielt 1935) hoffentlich bewusst verwendet wurden.

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Am Ende würde man die Krimiautorin Evadne Mount am liebsten selbst ermorden, weil sie immer wieder die Auflösung des Falles mit ihren Spitzfindigkeiten und Abschweifungen verzögert. Das ist schon großartig geschrieben.

Und macht viel Spaß beim Lesen. Also: Lesen!

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