Laughlin - Das Verbrechen der Vernunft
Darüber gäbe es so viel zu diskutieren:
Robert B Laughlin “Das Verbrechen der Vernunft - Betrug an der Wissensgesellschaft.” edition unseld, Frankfurt, Suhrkamp Verlag. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. 1. Auflage 2008. Broschur 160 Seiten € 10,–.

Es geht unter anderem um:
Verschlüsselungstechnologien
Verlieren von Wissen, fehlerhafte Weitergabe
Verschwinden von Details
Schwierigkeit, für Neues Gehör zu finden
verquere amerikanische Ansichten (S. 43)
Wissenszugang und Kapitalismus (S. 45
Patentrechte
Verbot und Erwerb von Wissen um Nukleartechnik
Spionageabwehr und ihr Verhältnis zur Rechtsstaatlichkeit
Redefreiheit (S. 80 - wurde schon von Robert Jungk thematisiert, den Herr Laughlin aber nicht zu kennen scheint)

Verhindern des Weiterverbreitens von Wissen und des zufälligen Entdeckens von Wissen durch Wettbewerber
Die komplizierte Installation eines Betriebssystems (Herr Laughlin sollte sich mal einen Mac anschaffen!)
Usw.

Bei manchen Stellen habe ich ein “völlig daneben” notiert. Z.B auf S. 115, wo Laughlin sich über die “Subkulturen” in den 60er Jahren lustig macht, die sich dafür einsetzen, dass “Unternehmen” ihre Macht nicht dafür missbrauchen, armen Leuten gesundheitsschädliche Produkte zu verkaufen. Darüber macht man sich nicht lustig. Das ist wichtig.

Alles in allem sollte man sich mit diesem Thema schon einmal beschäftigen. Es gibt eine manchmal andere Sicht auf die Dinge und die Nachrichten, die uns täglich erreichen. Und lässt uns mal anders darüber nachdneken, wer welche Interessen in der Medienlandschaft und in der Wirtschaft hat.
