Gerald Dworschak und Julia Traufetter 1
Julia Traufetter war gut in ihrem Beruf.

Sie zeigte Touristen und sonst Interessierten gerne, was es an spannenden Entdeckungen aus der Welt der Technik gab.
Zum Beispiel den Glaskorken, von dem niemand wusste, wie und ob er funktionierte.
Was auch egal war, er sah einfach gut aus.

Manche hielten es für Blödsinn.
Vor allem die Annahme, dass er nicht richtig verschließe, führte immer zu der Diskussion, ob das denn gut sei, wenn ein Korken immer richtig verschließe oder ob nicht im Gegenteil das richtig dosierte Durchlassen und Atmen-Lassen das Geheimnis des guten Geschmackes sei.
Was bedeutete, dass das richtige Verschließen gar kein Kriterium wäre.

Julia Traufetter erzählte gerade von den Ursprüngen der Glaskorkenherstellung und gab sich besondere Mühe, als ein Besucher dazukam und sehr aufmerksam ihren Worten lauschte.

Er stellte sich als Gerald Dworschak vor. Österreicher.
Weinkenner sei er nicht, aber er trinke gerne Wein.
Jaja, das gehe schon zusammen.
Nichts nerve ihn mehr als die “Kenner”, die so unendlich viel Zeit hätten, sich all die Wein-Details merken zu können.
Er vergesse oder verwechsle regelmäßig Anbaugebiete, Lagen, Jahrgänge, Traubensorten und was man sonst noch alles sich merken müsse. Es sei ja ziemlich kompliziert das alles.