Egner - Gift Gottes
Darüber kann ich gar nicht so viel schreiben:
Eugen Egner “Gift Gottes - Fünf Erzählungen”. Frankfurt (Zweitausendeins) 1. Auflage 2003, gebnunden, mit der Zeichnung “Veteran im Rollstuhl”. 232 Seiten. € 14,90.

Groteske Geschichten, denen man zum Teil sehr gut folgen kann, auch wenn sie völlig surreal sind.

Am Ende bedankt er sich bei einigen Psychologen und Psychoanalytikern.
Bei Zwietausendeins steht folgender Text dazu:
Berühmt (und oft zititert) ist der fromme Wunsch von Herbert Rosendorfer: “Ich bitte, Herrn Egner den Nobelpreis zu verleihen, zumindest aber, ihn zum Papst zu wählen (Eugen V.).”
Beide Ziele hat Egner zwar noch nicht ganz erreichen können, aber mit dem “Schwindelpreis” des 7. Berliner Karikaturensommers (1998) und jetzt auch dem mit 10.000 EUR dotierten Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, der ihm am 14. November 2003 verliehen wurde (die Laudatio hielt Harry Rowohlt), ist er ihnen bereits ein gutes Stück näher gerückt.
Den Kasseler Literaturpreis erhielten vor Egner u.a. Loriot, Ernst Jandl, Robert Gernhardt, Max Goldt, Ingomar von Kieseritzky und George Tabori.
Der Preis vergebende Stiftungsrat sieht es als erwiesen an, dass “Eugen Egner als Autor wie auch als Zeichner die Tradition der Groteske erneuert hat … Die schwarze Komik seiner Erzählkunst feiert den Idiotismus und vermag das Publikum damit zugleich zu entzücken und zu verstören. So hebt sich das Werk Eugen Egners auch deshalb vom Gros des Humors in Kunst und Unterhaltung ab, weil es konsequent das allgegenwärtige Bedürfnis blamiert, zu verdrängen oder zu verharmlosen, dass alles plötzlich auch ganz anders sein kann.”

Wohlan.