Poe - Arthur Gordon Pym
Es ist eben eine opulente Neuübersetzung im “mare” Verlag erschienen, allerdings hat die “Zeit” zwischen der neuen und der alten von Arno Schmidt, die ich hier bespreche, nicht wirklich eine Präferenz getroffen. Arno Schmidt ist altmodischer und hat halt die Arno Schmidtschen Manierismen und WortNeuSchöpfungen, versucht auch das Alte der alten Sprache nachzudichten, während die neue Überstzung moderner klingt, jedoch einen sehr nervtötend herablassenden Anmerkungsapparat besitzen soll. Also zur Sache:

Edgar Allen Poe “Arthur Gordon Pym” Roman (Poes einziger übrigens. Im Original: “Umständlicher Bericht des Arthur Gordon Pym von Nantucket…”). Aus dem Amerikanischen von Arno Schmidt. Zürich (Haffmans)1994. Erstveröffentlichung Walter Verlag 1966. 277 Seiten, schön gebunden, antiquarisch bei Amazon für € 4,95.

Das Buch zerfällt in mehrere Teile. Einem Intro, ind em fast die Hauptpersonen im Meer untergehen. Dann folgt ein Teil, wo es um eine Meuterei geht, die Hauptpersonen überleben und sich - nachdem die Meuterer teils sich selbst und dann auch durch sie erledigt wurden - kaum zu ernähren wissen. Dann folgt ein Teil, in dem die Geretteten, also der Berichterstatter, auf einem fremden Schiff mit in die Südsee genommen wird, dabei seltsame Länder und Inseln entdecken, seltsame Einwohner und schließlich, noch weiter südlich (es wird immer wärmer), in der Gegend des Poles, eine wundersame Erscheinung hat.

Amazon beschreibt es deftiger: “Die nervenaufreibende Fahrt der Reisenden führt in ein seltsames südpolares Land mit mörderischen Eingeborenen, wo nichts weiß ist und wo riesige Felsklüfte die Form von titanischen ägyptischen Buchstaben haben, aus denen sich schreckliche Mysterien aus der Frühgeschichte der Menschheit entziffern lassen. Und danach geht es in ein noch geheimnisvolleres Gebiet, wo alles weiß ist, und wo verhüllte Riesen und Vögel mit schneeigem Gefieder einen kryptischen Katarakt aus Dampf und Nebel bewachen, der sich aus unermesslichen Höhen in ein sengend heißes milchiges Meer ergießt…”

Bitte lesen.