Mosebach - Pulcinellen
Ein Buch, das ich gelesen habe: Martin Mosebach “Das Grab der Pulcinellen” Erzählungen Pastici Phantasien. Berlin (Berlin Verlag 1996. 176 Seiten. Als TB bei dtv zur Zeit € 9,00.

Es ist schon seltsam faszinierend, wie Mosebach die Welt und einzelne Betrachtungen schildert.

Amazon schreibt:
Pulcinellen sind in Italiens Süden spezielle Charaktermasken der Commedia dell’arte, unverschämt listige Diener, Säufer, Bettler, Krüppel. Wenn sie tot sind, endlich, kommt morgens die Stadtreinigung, »kehrt sie auf einen Haufen mit den zerquetschten Orangen und den nassen Zeitungen und kippt sie dann an einer stillen, hässlichen Stelle ins Meer«.
Ob Mosebach vom Zustand der letzten Pulcinellenschar in Neapel, von der ungeklärten Beziehung dreier Schiffspassagiere oder von der Höllenwohnung Don Giovannis erzählt oder den Leser gar in den Zirkel der venezianischen Hofberichterstatter versetzt: mit seinen siebzehn poetischen Texten entführt er in ferne Länder und vergangene Zeiten und offeriert eine wunderbare Sammlung literarischer Spielereien, die den Leser mit geradezu perfidem Witz und einer Prise altehrwürdigem englischen Nonsens betören.

Über den Autor
Martin Mosebach wurde 1951 in Frankfurt am Main geboren. 1979 schloss er sein Jurastudium ab. 1980 erhielt er den Förderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung und arbeitet seitdem als freier Schriftsteller. 1999 wurde er mit dem Doderer-Preis geehrt, 2004 mit dem Blauen Salon Preis des Frankfurter Literaturhauses. Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte, Theaterstücke, Drehbücher und Libretti.