Arnoldi - Alles Geld verdampft
Endlich was zum Verstehen: Jakob Arnoldi “Alles Geld verdampft. Finanzkrise in der Weltrisikogesellschaft.” Frankfurt (edition suhrkamp) 2009. 93 Seiten, € 10,00.

Wer nochmal was lesen will darüber, wie die Finanzkrise entstanden ist und wo genau die Risiken und Gefahren der Finanzwirtschaft liegen: Hier wird man fündig.

Klappentext:
“1973, im Jahr, als das Bretton-Woods-System zusammenbrach, ertüftelten die Ökonomen Black und Scholes eine nobelpreisgekrönte Formel, mit der sich Risiken »objektiv« bewerten und in Waren verwandeln lassen. Dieses Modell, ohne das der Aufstieg des Finanzkapitalismus, dessen Krise längst die ganze Welt erschüttert, nicht denkbar gewesen wäre, steht exemplarisch für Versuche, die ungewisse Zukunft berechenbar zu machen. In seinem Essay erklärt Jakob Arnoldi präzise, welche wissenschaftlichen Modelle, politischen Entscheidungen und wirtschaftlichen Instrumente seit 1973 dazu geführt haben, die Grenze zwischen Investitionen und Glücksspiel zu verwischen - oder wie es ein Banker im Buch ausdrückt: »Mit Derivaten handeln ist, wie auf Pferde zu wetten.«”

Sollte man sich kaufen und lesen. Arnoldi ist Soziologe, also nicht wirklich parteilich oder einseitig. Er versucht zu erklären, was da passiert ist. Und was womöglich wieder passieren wird.