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Und weiter geht’s:
(Die Agentur, The Chocolate Factory, vom Hotel aus.)
(Das Hotel von der Agentur aus.)
Und weiter geht’s:
(Die Agentur, The Chocolate Factory, vom Hotel aus.)
(Das Hotel von der Agentur aus.)
Das wird ein langes Programm.
Voraussichtliches Ende: 13. November 2010.
Viel Spass damit.

Der 16. Stock meines Hotels (11. Av.)
Fortsetzung folgt noch sehr oft.
Nur der Vollständigkeit wegen: Michel Houellebecq “Elementarteilchen”. Aus dem Französischen von Uli Wittmann. 1998 / 2006 München, List Verlag TB: 356 Seiten, € 8,00.
Man hatte den Filmja schon gesehen und fand das sehr lustig / deprimierend, je nachdem, welcher Stimmung man war.
Als Buch ist es noch um einiges besser, weil man die Überlegungen und die Gedanken des Autors besser versteht.
Stefan Zweifel schreibt in der NZZ: ”
Michel Houellebecqs skandalöser Sexroman «Elementarteilchen» entpuppt sich als reaktionäres Pamphlet gegen die Moderne und Postmoderne. Er führt unseren Untergang als Übergang in eine totalitäre Welt der genetischen Glücksdiktatur vor. Dazwischen erstreckt sich eine quälend gut gelungene Zone der Depression.
Jedes Jahrhundert hat das Fin de siècle, das es verdient. Michel Houellebecqs Erfolgsromane «Ausweitung der Kampfzone» und «Elementarteilchen» (vgl. auch NZZ 10./11. 4. 99) über die «vitale Erschöpfung» unserer Kultur entfalten eine Panikblüte des Ressentiments und des Selbstekels: Das Unbehagen nach der sexuellen Revolution von achtundsechzig entspringt nicht mehr dem Triebverzicht, sondern dem Triebzwang. Das neue Über-Ich skandiert laut Houellebecq den Slogan: «Du begehrst und bist begehrenswert.» Im 19. Jahrhundert lebten nur ein paar Auserwählte stets vor dem Spiegel und stilisierten sich zum Dandy und Kunstwerk. Heute wird uns in Film und Werbung ständig der Spiegel perfekter Wesen vorgehalten, die totale Sinnlichkeit signalisieren; wer diesem Ideal nicht entspricht, eilt ins Fitnesscenter oder sucht, wenn jegliche Hoffnung auf einen heroischen Body und sinnliche Erotik zerstört ist, in der Esoterik übersinnlichen Trost und trimmt statt der Muskeln die Seele.
So oder so: Der gnadenlose Narzissmus zerstört jegliche Liebesfähigkeit; aus den kleinen Familienmolekülen herausgesprengt, schweben die selbstsüchtigen Individuen als vereinzelte Atome durch den leeren Raum der globalen Marktwirtschaft und versuchen sich verzweifelt mit anderen Menschen oder (Luxus-)Produkten zu einem gesättigten Molekül zu verbinden. Da ein gesättigtes Molekül aber nichts konsumiert, werden sie sofort wieder auseinandergerissen und als «Elementarteilchen» schutzlos den zerstörerischen Mechanismen der schrecklich-schönen neuen Warenwelt ausgeliefert”
Also: Ein wichtiges Buch zur Diskussion (wenn sie nicht schon lange vorbei ist.)
Da der Haffmans Verlag ja viel zu früh ausgestiegen ist / in Konkurs ging, muss man sich jetzt mühsam aus den verfügbaren Titeln die Erzählungen von Joseph Conrad zusammensuchen und so ist es auch hier: Joseph Conrad “Erzählungen: Das Ende vom Lied, Der geheimnisvolle Teilhaber, Die Schattenlinie”. Hamburg, Edition Maritim (?), 408 Seiten, 2006, € 5,99 oder so.
Auch in seinen meisterlichen Erzählungen zeigt Joseph Conrad in faszinierenden Bildern, wie groß die Anstrengung der Bewährung und wie unverzichtbar es ist, sie auf sich zu nehmen. Bei ihm definiert sich Heldentum als beharrliche, sachliche Pflichterfüllung im Angesicht der unergründlichen Grausamkeit des Meeres und seiner Naturgewalt, wo Disziplin zur Bedingung für das Überleben wird.
Dies gilt für die Protagonisten dieser drei Erzählungen - allesamt Kapitäne -, die jungen wie die alten, deren Entscheidungen Tod oder Leben bedeuten, einen ehrenhaften Anfang oder die Flucht ins Namenlose - ein unrühmliches Ende.
Alles ist voll geheimnisvoller Doppelbedeutung. Das nimmt einen immer mit. Da kommt Conrad auch fast keiner gleich. Die Erzählungen sind einzigartig.
Da kommt ein junger Kapitän voll Tatendrang in eine Flaute, bevor er (und ein geheimnisvoller “blinder” Passagier”) die Schattenlinie durchschwimmt.
Und vieles mehr, von dem man erstmal denkt: Das gibt eigentlich keine Erzählung her, das ist irgendwie abstrus.
Aber es ist voll Dramatik und Spannung.
Ein Sog.
Geradezu.
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