Gelesen
Mal wieder der Holländer:
Cees Nooteboooom
“Rückkehr nach Berlin”
Bibliothek Suhrkamp: Hans Blumenberg “Die Sorge geht über den Fluss”
Endlich mal wieder was zum Denken…
Gilbert Adair: Und dann gab’s keinen mehr.
Der letzte Evadne Mound Krimi. Gut so.
Die Selbstbezüglichkeit kann auch nerven. Es muss nicht die Hauptdarstellerin mit dem Autor darüber diskutieren, welche Angewohnheiten sie als Romanfigur oder in der Wirklichkeit hat.
Das ist postmoderne Nerverei. Das macht auch Daniel Kehlmanns “Ruhm” so ärgerlich.
Multatuli: Millionenstudien
Ein schönes Buch von einem interessanten Holländer über die Reichen in Wiesbaden und Bad Homburg, bevor die Franzosen die Casinos verboten.
Julien Green “Tagebücher”.
Was soll man dazu sagen, 900 Seiten. Da ist man schon begeistert, dass man das geschafft hat…
Ich werde nie das Gefühl los, dass das wichtigste an solchen Tagebüchern die Dinge sind, die darin nicht beschrieben werden. Das ist doch so ein kalkuliertes Zulassen des Blickes durch das Schlüsselloch, das nur die eigene Eitelkeit befriedigt (die des Autors), indem er zeigen kann, was er enthüllen möchte und das tatsächlich Wichtige umso besser verstecken kann. Da macht er sich so richtig interessant, ohne Gefahr zu laufen, als “verschlossen” oder “hermetisch” zu gelten.
Aber lesenswert sind die Tagebücher trotz allem. Vor allem die Reaktionen der Künstler auf den drohenden Krieg, auf die Konsequenz für Frankreich, etc.
Georges Rodenbach “Das tote Brügge”.
Ein Buch, über das sich alle Reiseführer über Brügge erregen, weil es so düster ist und gar nicht positiv über die Stadt handelt.
Ein “symbolistischer” Roman, einer exaltierten Beziehung, die den strengen Regeln der Brügger Bürger widerspricht, weshalb sie zum äußersten führen muss, während der katholische Umzug durch die Straßen von Brügge am Fenster vorbeiführt.
Kann man mal schnell lesen. Macht umso mehr Spaß, je besser man Brügge kennt.
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