Heinerblog

23.1.2009

Herr Marquardt 2

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:04

Immer wieder hatte er es versucht.

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Einmal hatte er sie von weitem mit diesem französischen Koch gesehen. Das war wohl ihr Onkel oder so. Sie hatte mal von ihrer französischen Verwandschaft erzählt, die viele berühmte Köche hervorgebracht hatte.

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Jedenfalls war er ohne Frau von Tuemmler nur ein halber Mensch…

Ende.

21.1.2009

Herr Marquardt 1

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:01

Herr Marquardt 1 war sehr unglücklich.

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Irgendetwas hatte er falsch gemacht.

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Frau von Tuemmler  hatte schon so lange nichts mehr von sich hören lassen. Nie rief sie an. Und immer wenn er es probierte, war nur der AB dran.

Fortsetzung folgt.

10.2.2008

Edith / Ende 4

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:59

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„Waren Sie in den letzten Tagen schon mal hier? Haben Sie da etwas Verdächtiges oder Ungewöhnliches entdeckt?“ fragte ganz direkt Inspektor Doll.

„Ja, ich…!“ „Nein! Nein!“ Herr Marquardt (5) schnitt Frau von Tümmler, die gerade alles beichten wollte, was sie gesehen hatte, lautstark das Wort ab. „Nichts haben wir gesehen. Null. Niente. Wir kamen nur zufällig gerade hier vorbei und wollten…“

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„Wollten was?“ „Nur so mal ins Nachbardorf rüber laufen. Bisschen frische Luft schnappen, Sie wissen schon!“ „Ja, ist klar. Das brauchen wir doch alle mal. So ein bisschen Entspannung. Und dass hier ein Mord geschehen ist, davon wissen Sie nichts, hä?“ Marco, kannst Du bitte die Personalien aufnehmen? Und dann lass uns gehen, ich habe die Schnauze voll.“

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„Was hältst du von den beiden?“ fragte er seinen jungen Kollegen. „Nichts!“ antwortete der. „Die haben auch was zu verbergen. Auch Dreck am Stecken.“ „Das denke ich auch, Marco. Das glaube ich auch. Lass uns ins Büro fahrten. Wir müssen dem Chef und dem Staatsanwalt Bericht erstatten.“

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Und so machten sie sich auch auf in die Stadt ins zweite Dezernat, um der Bürokratie Genüge zu tun.

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Herr Marquardt (5) und Frau von Tümmler waren alleine zurück geblieben. „Wie kannst Du nur!“ war Herr Marquardt (5) wütend. „Was denn?“ „Du willst doch nicht etwas in so einen Fall verwickelt werden? Was, wenn es Mord ist?“ „Also glaubst du mir jetzt endlich?“ Frau von Tümmler triumphierte ein bisschen.

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„Ja, ich glaube dir. Der Doll und der Grolle, die ahnen sicherlich schon was. Wir müssen jetzt ganz genau aufpassen, was wir sagen. Kannst du Dir ein Alibi beschaffen für den Tag, an dem Du die Leiche gefunden hast und für die Tage davor auch?“

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„Ja, Schatz, das kann ich. Sei unbesorgt!“ und damit gab sie ihm einen unbeschwerten Schmatz auf die Backe. „Was ist denn jetzt in sie gefahren,“ dachte Herr Marquardt verdutzt…

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„Und das mit dem Ahorn, das vergessen wir auch ganz schnell, gell?“ „Ahorn?“ „Ja, das Ding, das ich am Strand dabei hatte. Das hab ich hier liegenlassen als ich die Leiche fand. (Ich wollte das Ahorn doch zum Ahornschleifer ins Nachbardorf bringen.) Und jetzt ist es ja weg. So blöd. Aber ich habe ja auch nichts dafür bezahlt. Ist also nicht weiter schlimm. Soll jemand anderer damit glücklich werden. Komm, lass uns gehen.“

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Herr Marquardt (5) war völlig verwirrt. Das Ahornsurfbrett war jetzt nicht mehr da, obwohl Frau von Tümler es hier deponiert / vergessen hatte, als sie die Leiche fand. Das heißt, dass entweder die Polizei das Ding konfisziert hatte oder – Horror – der Mörder noch einmal an den Tatort zurückgekommen war und sich das Ding einfach unter denn Nagel gerissen hatte. Beides waren sehr unangenehme Vorstellungen.

(Fortsetzung folgt baldigst. Versprochen.)

8.2.2008

Edith / Ende 3

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:51

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„Sehr richtig,“ fügte Edith im Verhör der Aussage von Hans hinzu. Edith war an dem Tag, als wir alle zusammen waren und Lully so glücklich war, aber völlig normal. Also ich meine, sie fühlte sich nicht irgendwie bedroht oder so. Auch Sabse, die an dem Tag uns verlassen hat, hatte sie ja eigentlich immer in Frieden gelassen.“ Adelheit begann leiser zu werden und verstummte dann völlig.

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„Bis auf…“ fuhr sie langsam und in Gedanken verloren fort, „bis auf die paarmal…“ „Ja?“ „Naja, Hans, du warst doch auch dabei: Sabse hat ein paarmal ganz direkt Edith so hämisch angemacht, so als ob sie irgendwas wüsste, was niemand anderer erfahren darf. Über Edith“.

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Marco Grolle, der aufstrebende Kommissar, hatte die Vernehmung mit Manfred fortgesetzt, aber nichts Neues von ihm herausbekommen. Manfred war auf Montage gewesen und hatte mit niemandem Kontakt gehabt.

„Kannte Edith Ihren Schwager im Nachbardorf?“ fragte Marco Grolle Hans direkt. „Ja, das schon, den kennt sie. Aber nicht näher. Nicht dass ich wüsste. Sie müssen sich 2, 3 mal begegnet sein, das war alles. Sie wusste aber, dass er bettlägerig ist und wahrscheinlich auch nicht mehr gesund werden wird.“ „Ahja. Ahja. Das ist doch schon mal interessant. Danke für diese ersten Informationen.“ Grolle war sich sicher, dass das noch nicht das Ende war. Ein Darmvirus, von dem man sich nicht mehr erholen sollte, das hatte er noch nicht gehört. Da gab es Widersprüche. Ernsthafte!

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„Herr Doll, Herr Doll!“ Adelheit musste noch etwas loswerden: „Ich weiß zwar nicht alles, aber die Frau Schabulsky, ja? Also die ist böse. Von Grund auf. Und sie hat es auf Edith abgesehen. Da bin ich mir sicher.“

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„Warum glauben Sie das, Frau Tybbke? „Weil ich weiß, dass die Sabse, also die Frau Schabulsky, eine stadtbekannte Zuhälterin ist und vor nichts zurückschreckt!“ „Adelheit! Komm jetzt!“ rief Hans „Wir müssen zum Schwager, bevor es zu spät ist. Dringend. Jetzt gleich!“

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Frank Doll und Marco Grolle waren etwas erschüttert: „Es scheint, als lägen da noch ein paar ganz andere Leichen im Keller begraben,“ meinte Doll metaphorisch. „Und so ganz zurechnungsfähig sind die ja alle nicht,“ fügte Grolle hinzu. „Das wird ein großes Stück Arbeit werden.“ Guck mal, da kommen ja noch so zwei Hübsche. Ist der Tatort schon zur bekannten Attraktion geworden oder was?“

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Tatsächlich: Herr Marquardt (5) und Frau von Tümler waren aufgetaucht und in heftigen Disput eingetaucht.

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„Doch! Ich sage dir doch, hier war es. Das hier sind die „sterblichen Überreste“ von Frau Hübsch!“ „Nein, nein, das glaub ich nicht. Frau Hübsch kann doch nicht einfach so sterben und dann verschwinden!“

„Aber wenn ich es dir sage! Ich habe sie doch gesehen!“

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„Können wir Ihnen helfen?“ Marco Grolle war zu ihnen rüber gegangen und hatte ihren Streit unterbrochen. „Nein nein, alles in Ordnung!“ versuchte Herr Marquardt (5) natürlich zu klingen und wackelte etwas an seiner roten Mütze.

(Fortsetzung folgt baldigst.)

21.1.2008

Marquardts 10 / Wunschperle 2

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:39

Herr Marquardt (5) konnte es kaum glauben. „Wo? Wo haben Sie sie gesehen? Der Teufel soll mich holen, wenn ich über sie hinweggestolpert bin, und ich habe sie übersehen…!“

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„Pschschschscht!“ machte ganz aufgeregt Herr Marquardt (1). Sie sollen doch nicht solche Sachen sagen. Wenn  die Wunschperle das als Ihren Wunsch versteht, dann sorgt sie dafür, dass genau das geschieht. Und das wollen Sie nicht, oder?“

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Aber ganz unbemerkt, ganz leise und vorsichtig schob sich da in einiger Entfernung die Wunschperle aus dem grünen Untergrund.

Herr Marquardt (2) kam aus der anderen Richtung dazu und bemerkte sie als Erster.

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Dann stapfte natürlich als nächster Herr Marquardt (4) auf die Wunschperle zu und hielt ihr einen Vortrag über gute Sitten und was sich gehörte und was nicht, sie dürfte sich doch nicht einfach so verstecken, wo käme man denn da hin, sie hätten doch ihre Zeit nicht gestohlen uswusw…

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Man wolle sie ja nicht kaputtmachen, sondern bloß ausgraben und sie an einen Ort bringen, wo sie schön geschützt wäre, in eine wärmere und trockenere Gegend mit mehr Besuchern und mit einer etwas besserer Gesellschaft als hier.

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Herr Marquardt (5) und Herr Marquardt (4) riefen die anderen dazu, die noch in den ganz falschen Gefilden suchten.

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Und Herr Marquardt (4), der schon früher eine Wunschperle gekannt hatte, bestätigte, dass das die richtige wäre. „Auf geht’s: Ausgraben, vorsichtig einpacken und ab nach Hause damit. Ihr soll es bald besser gehen, und Frau von Tümmler auch.“

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17.1.2008

Marquardts 9 / Wunschperle 1

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:28

Frau von Tümmler hatte davon schon läuten hören und auch ihre Frauenzeitschriften hatten darüber berichtet: Es gäbe einen geheimnisvolle Gegend im Amazonasdelta, die relativ gefährlich war, weil sie voller aggressiver Grünpflanzen wäre.

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Aber dort, quasi mitten im unzugänglichen Urwald, konnte man sie finden: Die Wunschperle. Dort sollte sie manchmal auftauchen. Dort sei sie schon gesehen worden.

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Und wenn man ganz viel Glück hätte, dann würde sie einem einen ausgesprochenen Wunsch erfüllen. Nur welchen, das musste man ihr überlassen. Manchmal geschah es ganz spontan.

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Ja oft war es sogar so, dass man ganz in Gedanken einen Wunsch äußerte und ohne weiteres wurde der Wunsch plötzlich erfüllt. Auch wenn man es gar nicht so gemeint hatte.

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Man musste also höllisch aufpassen, was man von sich gab, wenn man in ihre Nähe kam.

Die Herren Marquardt (3), (2), (4) und (5) hatten schon fast alles abgesucht. Vergeblich bisher. Es war ein sehr geheimnisvolles Licht da im Urwald, wo alles feucht glänzte und leicht vermodert roch. Sie ahnten, wie schnell man hier zum Opfer der Flora werden konnte und womöglich bei lebendigem Leib verdaut würde… Es gärte überall um sie herum. Ekelhaft.

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Herr Marquardt (2) zitierte aus seinem schlauen Buch: „Die Wunschperle ist gemeinhin in einen goldenen Kragen gefasst und steht auf einem teleskopartig ausfahrbaren Fuß. In der Regel ist sie am Boden liegend anzutreffen. Bei Gefahr oder bei gesteigerter Neugier jedoch kann sie bis zur 5-fachen Perlenhöhe ausfahren.

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„Ich seh’ nix!“ meinte Herr Marquardt (4) „Außer, dass Kollege Marquardt (1) auch schon angekommen ist. Er hat mal wieder etwas länger gebraucht, ist halt auch nicht mehr der Jüngste.“

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„Ich habe sie gesehen“,  flüsterte der. „Da hinten. Also Vorsicht! Was wir jetzt sagen, sollte keinen  Wunsch enthalten, den wir nicht wirklich wollen. Sonst wird der wahr!“

(Fortsetzung folgt.)

18.11.2007

Marquardts 8 / Seagull 3

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:06

Herr Marquardt (4) stieg den Dingen ganz tief auf den Grund. Er kam erst nach langer Zeit wieder aus dem Schacht heraus, der ins tiefste Innere der „Seagull“ führte und signalisierte trocken „Alles roger!“

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Aber wo war denn jetzt der schwerste Schaden? Warum wollte das Ding keine rechten Bilder mehr machen? Herr Marquardt (5) gab zu Protokoll, dass der Filmtransporthebel sich nicht mehr bewegen ließ. Also lag hier ein ernstzunehmender Defekt.

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Herr Marquardt (1) war am Einstell-Leserad der Tiefenschärfe angekommen, hier war aber alles in Ordnung. Es dauerte eine Weile, bis er das abenteuerliche Design des Ziffernblattes richtig deuten konnte und er musste danach leise grinsen.

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Letztlich hatte der Mängelsammler, Herr Marquardt (2), einige Fehler notiert, aber eigentlich konnten die nicht ausreichen, eine Kamera völlig außer Gefecht zu setzen. Den Filmtransport müsste man wieder in Gang setzen, und dann mal probieren, ob das Licht, das eindrang, großen Schaden anrichtete…Jeder andere hätte gesagt, „das alte Ding ist unreparierbar kaputt und es gehört auf den Sperrmüll.“

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Wie verabredet trafen sie sich hier an der HAIOU Optik alle wieder und nahmen jeder erstmal einen großen Schluck Mirabellen-Schnaps zu sich. Zur Belohnung. Und weil es Abend wurde und schon ein wenig kühl. Einer der Marquardts – es war (1) – hatte in seiner Schaffnertasche immer einen Flachmann dabei. Für besondere Fälle. Und das war ja einer.

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Und wahrscheinlich sangen sie auch zum Abschied noch ein Lied, aber wie das ging, weiß ich beim besten Willen nicht mehr.

Sie machten sich an den Abstieg, vorsichtig wegen des Alkohols, dass nicht noch jemand abstürzte! Ihr Auftrag war ausgeführt. Sie hatten ihre Aufgabe erfüllt und jetzt ihren verdienten Feierabend.

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16.11.2007

Marquardts 7 / Seagull 2

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:02

Der glückliche Herr Marquardt (2) hatte die beste Stelle zur Beobachtung gefunden. Wovon alle geschwärmt hatten, als Belohnung für den beschwerlichen Aufstieg, wie er seinem klugen Reiseführer entnommen hatte. Von hier oben gab es die beste Aussicht auf die Kamera und die umliegende Landschaft. Und direkt unter ihm war die Mattscheibe, auf der das Bild, das durch die Linse, das Objektiv, hereinkam, hingespiegelt wurde.

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Da unten war Herr Marquardt (3) auch bereits angekommen und war völlig fasziniert von den optischen Vorgängen im Innern des Fotoapparates. Auch wenn er krebserregend war.

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Die empfindlichen Stellen und das ganze Gehäuse waren zwar ziemlich verschmutzt, es schien aber alles noch gut zu funktionieren. Das Licht und das Bild sahen ganz gut aus.

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Auf der linken Seite oben hatte Herr Marquardt (1) die Rückseite untersucht aber dort keinen gravierenden Schaden feststellen können.

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Herr Marquardt (2) ließ sich per Zuruf von allen Seiten über die gefundenen Mängel unterrichten und notierte alles akribisch in sein tolles neues Notizbuch. Er war ein Pedant und deshalb hatte man ihn für diese Art von Arbeit ausgesucht.

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Herr Marquardt (5), von dem man bisher noch gar nichts gehört hatte, meldete ein unverhältnismäßig großes Spaltmaß oberhalb der Linse, sowie unbekannte chinesische Schriftzeichen. Aber die hatte Herr Marquardt (2) natürlich bereits notiert. („Bekannte“ chinesische Schriftzeichen gab es natürlich sowieso nicht.)

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Das Ende der Geschichte folgt in ungefähr 2 Tagen.

15.11.2007

Alle zusammen

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:14

Noch einmal Dankeschön für alle Glückwünsche und Geschenke.

Weil einige der Geschenke mich für die nächsten Jahre blogtechnisch auslasten werden, muss ich jetzt mal anfangen, alles zu sortieren und Inventur zu machen.

Ich habe die schöne Waldarbeiterszene hier nicht mitgebracht, auch die Bäume, die Vespa und die John Deere Traktoren nicht.

Aber ich habe mal alle Personen, die in diesen Bloggeschichten eine Rolle gespielt haben oder noch eine Rolle spielen können, zusammengestellt.

Damit man sie besser erkennen kann, sind sie als „Thumbnails“ hier drin. Also die kleinen Bilder bitte anklicken, dann werden sie größer. (Die großen werden beim Anklicken nicht noch größer. Aber auch nicht kleiner.)

Bekannt sind natürlich diese: Ex-Cable Joe und Mähchen. Mit ihnen fing ja alles an. Damals.

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Auch mit denen hier gab es schon Beziehungs- und andere Dramen: Frau Weichbrodt (Sesemi), jetzt ohne den verflossenen Herrn Mindernickel, dafür mit ihrem neuen Schwarm, Herrn Bongartz aus Texas, Bruder Lully und seine verehrte Geliebte Undine Gehscha. Und auch Frau von Tümmler, die von ihrem Herrn Marquardt mal wieder sitzen gelassen wurde.

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Die Marquardts (1) bis (5) kennen wir mittlerweile auch schon ganz gut, vor allem ihre Spezialaufträge.

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Und bei denen hier, die schon mal bei der verblichenen Fliege aufgetaucht sind, handelt es sich um alte Arbeitskollegen von Hans aus der Fabrik. Bisher noch namenlos. Francesco, der Brückenarbeiter, der Lieblingskollege von Hans, stürzte ja in Ausübung seiner Berufspflichten im Sommer diesen Jahres ab und gilt seit dem als verschollen.

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Und hier betreten die noch nicht erweckten Figuren die Bühne: Sogenannte “Passanten”, die einfach nur herumgehen oder stehen und eine Szene dekorieren. Jede einzelne Figur hat natürlich und braucht natürlich erstmal eine Geschichte.

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Hier sind noch weitere 6 „Passanten“, aus denen sich schon mal locker 3 Pärchen ergeben würden, wenn man sie ließe.

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Diese Gruppe wird als „Stadtbesichtigung“ bezeichnet. Die Figur rechts ist wohl die Haupt-Agitatorin der Gruppe, mit Mikrophon (?).

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Und das ist eine Sammlung von „Berufen“. Was wohl die Berufe der beiden Faruenfiguren sind? Irgendwie undurchsichtig.

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Daneben bin ich jetzt auch stolzer Besitzer einiger Kloszenen. Hier ist der Flegel, der Stehendpinkler, der nicht einmal das Häuschen benutzt:

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Die anderen sind schamloserweise nur zu erkennen, wenn sie die Tür nicht zu machen. Scheint aber niemand hier zu stören. Der Zeitungsleser:

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Eine weibliche Person, die ich – glaube ich –  Frau Kuttner taufen werde:

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Und ein verliebtes Paar, das es sich hier trotz viel Gestank gemütlich gemacht hat.

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Zur Weihnachtszeit wird es verstärkt Bewegungen und Austausch mit den himmlischen Heerscharen geben, deshalb zeige ich hier schon die Jahresendfiguren, die demnächst den Blog bevölkern werden. Ihre Namen muss ich noch herausbekommen. Eine/r der Engel wird sicherlich Sophia heißen. Vielleicht die kleine putzige Figur ganz links.

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Wie gesagt: Die anderen Sachen, aus denen man Bilder und Geschichten machen kann, sind heute nicht dabei. Nur die Straßenwalze musste ich unbedingt unter die Lupe nehmen, deshalb also: Der Henschel.

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Wem zu irgendeiner der neuen Figuren etwas einfällt, wer eine Idee hat, ein Erlebnis aus ihrer Vergangenheit kennt oder eine Geschichte, die sich zwischen zwei Figuren abspielen könnte, bzw abgespielt hat, wie eine Figur mit einer anderen bekannt oder verwandt sein könnte, wo sie sich einmal begegnet sind usw. usw., oder auch nur einfach weiß, wie sie heißen, der möge doch bitte einen Kommentar hinterlassen.

Ich werde mein möglichstes tun, die Vorschläge einzubauen, oder sie mit meinem Wissen und meinen Vorstellungen kombinieren, wenn das geht. Und es winken natürlich für die Ideen, die dann in den Blog Eingang finden werden, „wertvolle Sachpreise“. Versprochen.

Ansonsten werden die Figuren Schritt für Schritt die Geschichte selber weiterspinnen. Mal sehen, was da noch rauskommt.

14.11.2007

Marquardts 6 / Seagull 1

Abgelegt unter: Marquardts, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:55

Die Marquardts hatten sich schon lange einmal vorgenommen, die Seagull zu besteigen. Zudem war jetzt auch der Auftrag an sie herangetragen worden, die Seagull auf Herz und Nieren zu prüfen, weil es hieß, sie würde nicht mehr richtig funktionieren.

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Die Seagull war ein antiker Fotoapparat, Spiegelreflex, Mittelformat, wahrscheinlich noch reparabel, aber niemand hatte sich in den letzten Jahren um sie gekümmert.

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Herr Marquardt (1) wählte den Aufstieg über den linken Druckknopf. Das fette dicke Leder war mit Druckknöpfen zusammengehalten an die Kamera drangeflanscht.

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Auf diesem Weg sollte er am schnellsten zu den empfindlichen Stellen der Feinmechanik vordringen können. In der Gegend der unteren Linse wollten sie sich dann am Ende wieder treffen, um ihre Ergebnisse zusammen zu tragen und einen Bericht zu verfassen.

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Herr Marquardt (3) hatte sich bereits nach wenigen Metern den Fuß eingeklemmt, genau an der Stelle, wo man die Blende einstellen konnte. Das Rädchen ging verdammt schwer. Er vermutete, dass dahinter die Mechanik auch schwer in Mitleidenschaft gezogen war. Er erkannte auch, dass es sehr gefährlich war, sich mit solchen technischen Geräten ohne Vorkenntnis einzulassen. Sein Knöchel tat enorm weh. Wer war eigentlich auf diese dumme Idee gekommen?

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Dagegen war Herr Marquardt (4) derjenige, der als erster einen gravierenden Defekt entdeckt hatte. An einer Stelle war das Gehäuse etwas verzogen und es drang Licht nach innen, wo eigentlich kein Licht eindringen sollte. Das musste er sofort melden. Denn das war bei einer Kamera ein böser Fehler.

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Herr Marquardt (3) war inzwischen von dem festgebackenen Blendeneinstellrädchen losgekommen und stolperte Richtung Drahtauslöser-Einschraubloch. Er wollte schnellstmöglich wieder festen Boden unter die Füße bekommen. Ihm war dieser Ausflug etwas zu gewagt und zu gefährlich. Vor diesen chinesischen Produkten hatte er sowieso einen ziemlichen Respekt. Das war ja alles wahrscheinlich krebserregend, oder?

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Die Fortsetzung kommt in 2 Tagen. Etwa.

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